Sonntag, 27. April 2008

Casachallenger auf Bayerisch - Ausblick auf das ATP-Turnier von München

Paul-Henri Mathieu. Kein Mensch kennt Paul-Henri Mathieu. Jedenfalls nicht in München. Für die 93. Internationalen Tennismeisterschaften von Bayern, die morgen beginnen, könnte das ein Problem sein. Denn Paul-Henri Mathieu ist an Nummer eins gesetzt. Nun sind die bayerischen Tennisfans es gewohnt, dass die Superstars wie Federer oder Nadal nicht kommen. Dafür ist das Turnier in München eine Nummer zu klein. Aber dennoch: Das Teilnehmerfeld ist das schwächste seit vielen Jahren.

Mit Richard Gasquet und Tomas Berdych standen ursprünglich zwei Top-Ten-Spieler auf der Meldeliste. Beide sagten kurzfristig ab. Dasselbe gilt für den Australian-Open-Finalisten Jo-Wilfried Tsonga.

Auf Platz zwei der Setzliste findet sich immerhin ein halbwegs bekannter Name aus Chile: Fernando Gonzalez. Nummer drei ist dann schon Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber. Der letzte der acht gesetzten Spieler ist Marin Cilic (Kroatien) mit Weltranglistenplatz 52. Im vergangenen Jahr musste man für diese Ehre die Nummer 29 sein. Philipp Petzschner ist mit Platz 124 direkt ins Hauptfeld gerutscht. Im Vorjahr lag die Latte bei Nummer 90.

Man kann den Organisatoren um Turnierdirektor Patrik Kühnen keinen großen Vorwurf machen. Sie hatten es diesmal schwer. München hat im Turnierkalender diesmal einen unbequemen Platz abgekriegt - parallel zu Barcelona, dem größten Sandplatz-Ereignis nach den Turnieren der Masters Series. Wer was auf sich hält auf roter Asche, tritt dort an. Da wird München schnell zur Resterampe. Die einzige Chance, dagegen anzustinken, bestünde vermutlich darin, horrende Antrittsgelder zu zahlen. Der eine oder andere Star wäre dann vielleicht gekommen. Der hätte seinen Scheck abgeholt und dann zufällig spätestens in der zweiten Runde einen rabenschwarzen Tag erwischt und wäre nach einer Niederlage gegen Sergio Roitman oder Gianluca Naso in weniger als zehn Minuten wieder am Flughafen gewesen.

Vergleichen wir das Münchner Teilnehmerfeld fairerweise mit dem Turnier, das in den vergangenen Jahren das Unglück hatte, parallel zu Barcelona gespielt zu werden, sieht es gar nicht so schlecht aus: Die Veranstaltung in Casablanca musste sich regelmäßig als "Casachallenger" belächeln lassen, weil das Teilnehmerfeld kaum anders aussah als bei zweitklassigen Challenger-Events in Braunschweig oder Heilbronn, wo nur ein Viertel des Preisgeldes und die Hälfte der Ranglistenpunkte vergeben werden.

In der Masse bietet das Münchner Teilnehmerfeld ein ähnliches Bild wie sonst das in Casablanca (wo besagter Paul-Henri Mathieu letztes Jahr gewann). Aber es sind immerhin zwei Top-20-Spieler am Start, das schaffte Casablanca meistens nicht. Und mit Marat Safin - der, wenn er Lust hat, nach wie vor Weltklassetennis spielen kann - macht sogar ein ehemaliger Weltranglistenerster mit. Und dann gibt es acht Deutsche im Hauptfeld, sowas sehen wir Landsleute ja auch immer ganz gerne.

Ein Besuch in München lohnt sich also auch in diesem Jahr. In zwei Wochen am Hamburger Rothenbaum werden zwar mehr Weltklassespieler zu sehen sein, aber dafür ist München garantiert wieder das Wetter besser.

Mehr über Turnier in München

Sonntag, 20. April 2008

Die Sandplatz-Olympia-Legende

Wird Rafael Nadal jemals Nummer eins? Wird wirklich er es sein, der eines Tages Roger Federer entthront? Drei Jahre lang schien das völlig selbstverständlich. Es war kein anderer Konkurrent in Sicht. Dann kam Novak Djokovic. Spätestens nach dessen Sieg bei den Australian Open in diesem Januar musste sich Nadal ernsthaft Sorgen machen, selber überholt zu werden, bevor er Federer überholt.

Nach dem Masters-Turnier in Miami hat sich die Lage etwas entspannt. Nadal kam ins Finale, und Djokovic flog in der ersten Runde gegen Kevin Anderson von Weltranglistenplatz 122 raus. Nadal liegt jetzt wieder mehr als 1000 Punkte vor Djokovic.

Aber jetzt hat die Sandplatz-Saison begonnen. In Monte Carlo, Barcelona, Rom, Hamburg und Paris muss Nadal 2650 Punkte aus dem vergangenen Jahr verteidigen, als er außer dem Finale von Hamburg alles gewann. Bei Djokovic stehen in derselben Zeit nur 975 Punkte auf der Streichliste.

Unter normalen Umständen wäre es Nadal zuzutrauen, seine Siegesserie zu wiederholen. Auf Sand ist er nach wie vor der Beste der Welt. Aber die Umstände sind nicht normal: Der Turnierkalender sieht in diesem Jahr etwas seltsam aus, und darüber könnte Nadal stürzen. Normalerweise liegen zwischen dem Hartplatz-Masters von Miami und dem Sandplatz-Grand-Slam in Paris acht Wochen: Eine Woche für den Davis-Cup und sieben für Sandplatzturniere. In diesem Jahr fehlt eine Woche. Die Folge: Die vier größten Sandplatz-Turniere vor den French Open werden in vier aufeinander folgenden Wochen gespielt. Heute beginnt Monte Carlo, es folgen Barcelona, Rom und Hamburg. Nadal muss, will er seine Punkte verteidigen, drei dieser Turniere gewinnen und beim vierten ins Finale kommen. Ohne Pause. 20 Matches in 26 Tagen. Gut möglich, dass er irgendwann schlapp macht und gegen einen Spieler von Weltranglistenplatz 122 verliert.

Da stellt sich die Frage: Warum ist der Turnierkalender so? Die am häufigsten gegebene Antwort lautet: Wegen Olympia. Weil im August das olympische Turnier in den Kalender eingefügt wird, müssen eben alle anderen Termine etwas zusammengestrichen werden. Klingt logisch. Ist aber völliger Blödsinn. Wenn es wahr wäre, müsste die Sandplatzsaison eine Woche früher als sonst enden. Tut sie aber nicht. Sie fängt eine Woche später an. Um den Termin für Olympia frei zu bekommen, werden im Juli teilweise vier Turniere parallel gespielt. (Üblicherweise sind drei Turniere pro Woche das höchste der Gefühle.)

Die europäische Sandplatz-Saison im Frühjahr hat damit nichts zu tun. Sie ist kürzer, weil das Turnier in Miami eine Woche später stattfand. Der Grund dafür ist aus europäischer Sicht reichlich bizarr: Es liegt am amerikanischen College-Basketball. Nadal dazu: “Ich respektiere den College-Basketball zu hundert Prozent. Er ist sehr wichtig. Aber wir können doch unseren Kalender nicht nach dem College-Basketball ausrichten, oder?”

Doch. Die ATP kann genau dies. Gar nicht mal so sehr, weil es die amerikanischen Fans zerreißen würde, wenn das Tennisfinale von Miami parallel zum Basketball stattfände. Aber den Fernsehsender CBS hätte es zerrissen. Der hatte sich nämlich die Übertragungsrechte für beides gesichert.

Ich erinnere mich nicht daran, dass die ATP jemals ihren Kalender wegen Fußball geändert hätte. Nicht einmal wegen der WM, die außerhalb der USA alles andere in den Schatten stellt. Also: College-Basketball ist sehr wichtig. Nimmt man es aber zu wichtig, besteht die Gefahr, dass man sich Vorwürfen aussetzt, in denen das Wort US-Imperialismus vorkommt.

Sollte Rafael Nadal im Juni noch immer Weltranglistenzweiter sein, wäre dies also als sehr große Leistung zu bewerten. Und selbst wenn Djokovic ihn kurzzeitig überholen sollte, wäre dies keine Vorentscheidung in der Frage, wer Roger Federer nachfolgt. Federer selber hat in der Sandplatzsaison 1225 Punkte zu verteidigen, bei (einschließlich seines Sieges in Estoril heute) 845 Punkten Vorsprung auf Nadal. Theoretisch könnte er zwar schon in den nächsten Wochen überholt werden, ich glaube daran aber nicht.

Der ATP-Turnierkalender 2008

Nadals Interview in Miami, in dem er auch über den Turnierkalender spricht

(Alle anderen Quellen zum Thema, die ich gefunden habe, beziehen sich auf dieses Interview von Nadal. Offizielle Äußerungen der ATP zu dieser Eigenheit des Turnierkalenders gibt es nicht.)





Montag, 14. April 2008

Kas für Deutschland

Mal ne kurze Zwischenmeldung, obwohl ja gar nicht Sonntag ist: Die deutsche Mannschaft für den World Team Cup in Düsseldorf (18. bis 24. Mai) steht fest. Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer spielen Einzel. Philipp Petzschner und Christopher Kas sind fürs Doppel nominiert. Dass Kas endlich mal für Deutschland spielen darf, wurde höchste Zeit, finde ich. Mit Platz 32 ist er in der Doppel-Weltrangliste der deutlich bestplatzierte Deutsche. Und er hat jahrelang regelmäßig mit Philipp Petzschner gespielt. Der fade Beigeschmack an der Sache: Die Entscheidung scheint nicht nur rein sportlich begründet zu sein. In den letzten Jahren war stets Alexander Waske fürs Doppel mit an Bord. Er war nun lange verletzt, und noch weiß niemand, ob er im Mai zurück auf seinem alten Niveau sein wird. Jetzt ist er offenbar deshalb definitiv raus aus dem Team, weil Philipp Kohlschreiber nicht mit ihm kann. Mehr dazu hier.

Sonntag, 13. April 2008

Live aus Bremen: Kiwi gegen Nadal im Davis-Cup

Es war 12. September 2006, da spielte Werder in der Champions League beim FC Chelsea. Das Spiel hab ich bei Bier und Bifteki in der Taverna Romana an der Hamburger Sternschanze gesehen. Als der griechische Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff, war ich erleichtert. Jeder Pass ein war ein Zuckerpass. Das Spiel hielt nie inne. Allein das Zuschauen war so anstrengend, dass ich die Pause nach 45 Minuten dringend brauchte.

Bisher war das mein intensivstes Passivsport-Erlebnis. Dann kam der erste Satz im Davis-Cup-Match zwischen Nicolas Kiefer und Rafael Nadal an diesem Freitag. Diesmal saß ich nicht in der Kneipe (Kneipen, in denen Tennis übertragen wird: lustige Vorstellung), sondern war live dabei in der ehemaligen Bremer Stadthalle. Diesmal gab es keine Halbzeitpause nach 45 Minuten. Allein das erste Aufschlagspiel dauerte eine Viertelstunde. Der erste Satz war nach anderthalb Stunden zu Ende. 90 Minuten, in denen Nadal jeden beliebigen Ball aus jedem beliebigen Winkel genau auf die Grundlinie zirkelte und in denen sich Nicolas Kiefer jeden einzelnen Punkt mit einem Geniestreich erarbeiten musste.

Vielleicht übertreibe ich, vielleicht sagt die Statistik, dass Nadal irgendwo mal einen Ball ins Netz schlug. Das ändert aber nichts am Gesamteindruck. Vermutlich war es nicht der beste Satz in der Geschichte des Davis-Cup, so wie Chelsea und Werder nicht die beste Halbzeit der Champions-League-Geschichte gespielt haben. Aber als Fan-Erlebnis war es einmalig. Deshalb kann ich zum Vergleich im Fußball nur andere Spiele von Werder Bremen und im Tennis überwiegend von Nicolas Kiefer bemühen.

Allein dass das Spiel besonders spannend ist, reicht nicht für diese Art des intensiven Mitfieberns. Das olympische Doppelfinale 2004 in Athen zum Beispiel war mit seinen diversen Matchballen für Kiefer und Schüttler unglaublich dramatisch - aber mit den unzähligen verschlagenen Bällen doch eher zum Haareraufen als zum atemlosen Staunen. Und vermutlich ist es für diese Art des Mitfieberns hilfreich, von Vorherein eine Niederlage zu erwarten. Nur dann kann man sich über jeden einzelnen gewonnen Punkt so hemmungslos wundern, wie ich es am Freitag getan habe.

In Chelsea damals hat Werder am Ende ebenso verloren (0:2) wie Nicolas Kiefer am Freitag in Bremen (6:7, 0:6, 4:6). Aber da hatte ich wenigstens die Halbzeitpause. Am Freitag musste ich den zum Erholen den zweiten Satz nehmen. Das 0:6 habe ich nur als entferntes Rauschen wahrgenommen. Das Ergebnis spricht dafür, dass es Kiwi unten auf dem Platz ähnlich ging.

So, das war's für heute. Damit von den zufälligen Passanten auf in diesem Blog niemand völlig ratlos zurückbleibt, zum Abschluss das komplette Ergebnis der Davis-Cup-Viertelfinal-Begugnung zwischen Deutschland und Spanien (1:4):

Nicolas Kiefer - Rafael Nadal 6:7, 0:6, 4:6
Philipp Kohlschreiber - David Ferrer 7:6, 3:6, 4:6, 2:6
Kohlschreiber/Petzschner - Lopez/Verdasco 7:6, 6:7, 4:6, 6:2, 10:12
Michael Berrer - Fernando Verdasco 6:2, 6:7, 4:6
Nicolas Kiefer - David Ferrer 6:4, 7:6

Alle Ergebnisse gibt's auf www.daviscup.com

Sonntag, 6. April 2008

Vorschau: Davis-Cup-Viertelfinale

Heute gibt es einen Ausblick auf die Davis-Cup-Viertelfinals, die am nächsten Wochenende gespielt werden. Da werden einige hochklassige Matches gespielt. Von den ersten 20 Spielern der Weltrangliste sind 13 im Einsatz. Keiner kneift. Die sieben, die nicht dabei sind, fehlen entweder deshalb, weil ihre Länder schon ausgeschieden oder gar nicht in der Weltgruppe sind oder weil in ihren Ländern andere Leute noch besser sind. Der beste Spieler, bei dem man nicht genau weiß, ob er nicht vielleicht doch könnte, wenn er wollte, kommt auf Platz 36 und ist aus Deutschland: Tommy Haas. Erstmal aber zu den anderen Partien:

Russland - Tschechien (Mein Tipp: 3:2)

Ihre letzten beiden Heimspiele gewannen die Russen nicht zuletzt deshalb, weil einige der gegnerischen Spieler an Magen-Darm-Infekten litten. Bisher hab ich ja Spekulationen, daran sei die Russenmafia Schuld, ins Reich der Legenden verwiesen. Aber wenn Berdych und Stepanek jetzt auch Bauchweh kriegen sollten, würde ich meine Meinung natürlich ändern.
Wenn bei den Tschechen alle gesund bleiben, wird es eine knappe Sache. Russland ist aber wegen des Heimvorteils leicht favorisiert. Der Weltranglistenvierte Nikolai Davidenko ist gut in Form und hat in dieser Woche das Masters in Miami gewonnen. Wenn er sich Mühe gibt (was man bei ihm nie weiß), gewinnt er seine beiden Einzel gegen Tomas Berdych und Radek Stepanek. Der zweite Mann bei den Russen, Michail Juschni, scheint dagegen etwas außer Form zu sein. Gegen Berdych ist er Außenseiter. In Normalform würde Juschni gegen Stepanek gewinnen, aber eben nur in Normalform.
Fürs Doppel haben die Tschechen mit Lukas Dlouhy und Pavel Vizner zwei Weltklasseleute, die zudem eingespielt sind. Bei den Russen dürften Juschni und Dimitri Tursunow antreten. Das sind beides keine Schlechten, auch nicht im Doppel. Aber sie spielen außer im Davis-Cup so gut wie nie zusammen und wenn, dann mit deutlich weniger Erfolg, als wenn sie andere Partner haben.
Aber wenn Davidenko seine beiden Einzel gewinnt, braucht Russland ja nur noch einen weiteren Punkt. In einem der drei weiteren Matches werden sie den Punkt holen, ich wage aber keine Prognose, in welchem.

Argentinien - Schweden (Mein Tipp: 4:1)

Die alten Schweden haben diesmal wieder ihren 23-jährigen Jungspund Robin Söderling an Bord. Bei der Erstrundenbegegnung in Israel war der verletzt, so dass in der schwedischen Mannschaft keiner unter 30 war. Das frühere Tennis-Wunderland Schweden geht mittlerweile am Krückstock. Nachwuchs gibt es praktisch nicht. Vielleicht gewinnen Jonas Björkman (36) und Simon Aspelin (33) das Doppel, aber noch nicht einmal da bin ich mir ganz sicher. Im Einzel geling Björkman schon seit Jahren nur noch alle paar Monate mal ein Geniestreich, und so langsam wird es bei ihm auch im Doppel kritisch. Im Einzel haben Söderling und Thomas Johansson (33) auf Sand gegen die Argentinier sowieso keine Chance, egal ob David Nalbandian, Guillermo Cañas oder Juan Monaco spielen.

USA - Frankreich (Mein Tipp: 4:1)

4:1 tippe ich deshalb, weil die USA am Sonntag, wenn sie schon uneinholbar mit 3:0 führen, einen der beiden Doppel-Zwillinge Bob und Mike Bryan im Einzel ranlassen werden. Da holen die Franzosen dann ihren Ehrenpunkt. Damit will ich nicht behaupten, Frankreich sei meilenweit unterlegen. Richard Gasquet, Jo-Wilfried Tsonga oder Paul-Henri Mathieu haben in jedem einzelnen Match gegen Andy Roddick und insbesondere James Blake Chancen, aber ich glaube nicht, dass sie diese Chancen nutzen werden. Roddick scheint in jüngster Zeit wieder ziemlich gut in Fahrt gekommen zu sein. Auch im Doppel können die Franzosen eine Überraschung schaffen, jedenfalls dann, wenn die Wimbledon-Sieger und Australian-Open-Finalisten Arnaud Clement und Michael Llodra antreten. In dem Punkt gibt es aber noch Unklarheiten: Der vierköpfigen Mannschaft, die Kapitän Guy Forget am Dienstag nominiert hat, gehört Clement nicht an. Wenn ich mit meinen limitierten Französischkenntnissen die L’Equipe richtig verstanden habe, wird Llodra im Doppel mit Gasquet oder vielleicht auch mit Tsonga spielen.
Allerdings soll im Mannschaftshotel ein Zimmer für Clement gebucht sein (sagt jedenfalls Informantin Debra, auf deren Reiseblog ich jetzt einfach mal verlinke, auch wenn es darin nicht um Tennis geht). Kann also sein, dass Guy Forget bis kurz vor Schluss abwartet, wen er als zweiten Einzelspieler aufstellt und dann den Clement für einen angeblich verletzten Tsonga oder Mathieu nachnominiert.

Deutschland - Spanien (Mein Tipp: 1:4)

Die Situation ist ähnlich wie bei Russland gegen Tschechien, nur eindeutiger: Rafael Nadal wird seine beiden Einzel gewinnen. Die Deutschen müssen versuchen, irgendwie die drei anderen Punkte zu holen, was ihnen aber in höchstens zwei Fällen gelingen wird. Am ehesten noch gewinnt Deutschland das Doppel. Vermutlich spielen da Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner gegen Feliciano Lopez und Fernando Verdasco. Der zweite spanische Einzelspieler David Ferrer ist zwar Weltranglistenfünfter, spielt im Moment aber nicht so überragend, dass er unschlagbar wäre. Das Problem ist: Die beiden deutschen Einzelspieler (Kohlschreiber und Nicolas Kiefer) spielen im Moment auch nicht wirklich überragend. Daher mein Tipp, dass die Deutschen nur einen Punkt holen werden.
Nächste Woche gibt es an dieser Stelle einen endlich mal wieder einen Vor-Ort-Bericht. Am Freitag bin ich, wie im Februar schon mal angedeutet, in Bremen beim Spiel gegen Spanien.


Alle Teams im Überblick (in Klammern die Weltranglisten-Position im Einzel und Doppel):

Russland: Nikolai Davydenko (4/537), Michail Juschni (11/90), Igor Andrejew (32/346), Dimitri Tursunov (35/39)
Tschechien: Tomas Berdych (10/101), Radek Stepanek (28/73), Lukas Dlouhy (176/14), Pavel Vizner (-/5)

Argentinien: David Nalbandian (7/200), Guillermo Cañas (15/127), Juan Monaco (19/105), Jose Acasuso (45/84)
Schweden: Robin Söderling (39/385), Jonas Björkman (57/21), Thomas Johansson (60/88), Simon Aspelin (-/10)

USA: Andy Roddick (6/747), James Blake (9/201), Bob Bryan (-/1), Mike Bryan (-/1)
Frankreich: Richard Gasquet (8/53), Jo-Wilfried Tsonga (12/78), Paul-Henri Mathieu (16/187), Michael Llodra (38/12)

Deutschland: Philipp Kohlschreiber (27/67), Nicolas Kiefer (51/186), Michael Berrer (64/249), Philipp Petzschner (125/113)
Spanien: Rafael Nadal (2/140), David Ferrer (5/275), Fernando Verdasco (30/142), Feliciano Lopez (33/125)

www.daviscup.com

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