Montag, 30. August 2010

"I never choked" - "A champion's mind" von Pete Sampras

Das Thema heute lautet, wie schon in der vergangenen Woche angekündigt, Pete Sampras und seine Autobiographie „A champion's mind“. Es gibt eigentlich keinen Anlass, über dieses Buch ausgerechnet heute zu schreiben. Auf Englisch erschien es für zwei Jahren, eine deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht. Ich habe es jetzt gelesen, weil man es mir neulich von einer Reise nach Übersee mitbrachte.

Aber wenn man einen aktuellen Anlass sucht, findet man meistens irgendwas. In diesem Fall ist es das 20-Jahr-Jubiläum von Sampras' epochalem US-Open-Sieg 1990. Das Turnier spielte für Sampras in etwa die Rolle wie der Wimbledonsieg 1985 für Boris Becker (auch wenn die Auswirkungen auf die Tennisnationen USA und Deutschland gewiss nicht vergleichbar waren).

Nun zum Buch: Es wird kaum jemanden überraschen, dass Sampras nicht persönlich monatelang abends am Laptop saß, während Bridgette und die Kinder schon schliefen, sondern dass er einen Ghostwriter hatte. Dieser Ghostwriter war einer der profiliertesten Tennisjournalisten Amerikas: Pete Bodo. Das ist ein wichtiger Aspekt dieses Buches, der weit über das reine Schreib-Handwerk hinausgeht.

Im vergangenen Dezember empfahl ich Andre Agassis Autobiographie „Open“. Um es vorwegzunehmen: „Open“ und „A champion's mind“ unterscheiden sich mindestens so sehr, wie sich Agassi und Sampras unterscheiden. Das liegt auch an den Ghostwritern. Der New Yorker Schriftsteller J.R. Moehringer hatte mit Tennis nichts weiter am Hut, bevor eines Tages Andre Agassi ihn fragte, ob er nicht sein Leben aufschreiben wolle. Pete Bodo hingegen ist ein Tennisguru, der über viele Aspekte dieses Sports vermutlich mehr weiß als Sampras. Bei manchen Grundsatz-Exkursionen, zum Beispiel über den Unterschied zwischen amerikanischen Ostküsten- und Westküstentennis, hatte ich den Eindruck, Bodos Gedanken dargelegt zu bekommen und nicht die von Sampras. Aber keine Angst: Diese Grundsatz-Exkursionen sind nie langatmig. Das Buch ist leicht zu lesen, und es ist spannend, obwohl man ja weiß wie es ausgeht. Bodo selbst sagt, es sei ein „Hardcore-Tennisbuch“, und die Beschreibung trifft es sehr gut. Das Agassi-Buch funktioniert als Roman auch für Leser, die sich nur bedingt für Tennis interessieren. Für das Sampras-Buch sollte man eine gewisse Begeisteurng fürs Thema mitbringen. Über Sampras' Privatleben erfährt man bis zur rührenden Anekdote, wie er seine Frau kennen lernte, fast nichts.

Das Buch enthielt viele Details, die bisher unbekannt waren, aber keine spektakulären Enthüllungen. Erstaunlich fand ich zum Beispiel die Information, dass die vornehmen Herren vom All England Lawn Tennis and Croquet Club sich zu der Clownerie hinreißen ließen, Sampras im Jahr 2007, also fünf Jahre nach Ende seiner Karriere, eine Wild Card für Wimbledon anzubieten. Sampras lehnte ab, und soweit ich weiß, drang damals von diesem Vorgang nichts an die Öffentlichkeit. Wo wir schon dabei sind, die Geschichte vom Ende her zu erzählen: Das Buch bringt auch Licht ins Dunkel bei der Frage, wann Sampras eigentlich beschloss, seine Karriere zu beenden. Zur Erinnerung: Im Jahr 2002, mit 31 Jahren, spielte er plötzlich für seine Verhältnisse unterirdisch schlecht, nachdem er sich von seinem langjährigen Coach Paul Annacone getrennt hatte. In Wimbledon schied er in der zweiten Runde gegen einen Schweizer namens George Bastl aus. Dann holte er Annacone zurück, fuhr zu den US Open – und gewann das Turnier. Genau wie bei seinem ersten US-Open-Sieg zwölf Jahre vorher schlug er im Endspiel seinen Dauerrivalen Andre Agassi. Das war Sampras' letztes Profimatch. Offiziell erklärte er seinen Rücktritt vom Profitennis erst ein Jahr später, und seinem Buch zu Folge dauerte es tatsächlich so lange, bis er sich sicher darüber klar war, dass er seine Karriere beendet hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, war mir (und vermutlich auch vielen anderen Fans) spätestens im Januar 2003, als Sampras nicht zu den Australian Open antrat (und ja schon den gesamten Herbst nicht gespielt hatte), klar, dass er aufgehört hat. Sampras sagt nun, er hätte damals mit seinem Coach schon das gesamte Trainingsprogramm für die Australien-Vorbereitung ausgearbeitet, als im klar wurde, dass er eigentlich gar keine Lust hatte, nach Melbourne zu fahren. Mit Wimbledon 2003 ging es dann ähnlich.

Ihm war natürlich bewusst, dass es einen gewissen Charme hatte, die Karriere mit einem US-Open-Triumph zu beenden. Erstaunlicherweise scheint ihm weniger bewusst zu sein, dass dies ein einmaliges Kunststück ist, das vermutlich in 100 Jahren niemand wiederholen wird. Dabei ist sich Sampras seiner eigenen Besonderheit durchaus bewusst – auch das ist einer der Unterschiede zum Agassi-Buch. Sampras hält sich selbst für den Größten – und kann das nicht verbergen. An einer Stelle sagt er, dass er ja oft gefragt werde, wer der größte Tennisspieler aller Zeiten sei, und er nennt fünf Personen, die in Frage kommen, darunter auch sich selbst. Zu seiner Entlastung muss man sagen, dass er mit dieser Einschätzung natürlich richtig liegt. (Die anderen vier Namen, die er nennt, sind Rod Laver, Björn Borg, Ivan Lendl und Roger Federer.) Bemerkenswert ist, welche Rekorde ihm wichtig waren und welche nicht. Wichtig waren immer die, die er selbst gebrochen hat. Alle anderen waren eher unbedeutend. Für mich zählten immer schon Björn Borgs fünf Wimbledonsiege am Stück (von 1976 bis 1980) zu den legendärsten Leistungen der Tennisgeschichte, und entsprechend aufregend fand ich es, als Roger Federer diesen Rekord einstellte. Für Sampras hingegen scheint diese Marke überhaupt keine Rolle gespielt zu haben, als er nach vier Wimbledonsiegen am Stück 2001 im Achtelfinale ausgerechnet gegen Roger Federer ausschied. Wichtig hingegen war ihm die Rekordmarke von zwölf Grand-Slam-Titeln insgesamt, die bis dato Roy Emerson hielt, die Sampras mit 14 übertraf und die mittlerweile Roger Federer (16) getoppt hat. Und dann wollte er unbedingt sechs Jahre am Stück am Jahresende auf dem ersten Platz der Weltrangliste stehen, was er haarscharf schaffte, und damit den Rekord von Jimmy Connors überbieten. Das mit dem Jahresende ist ja eine künstliche Marke, weil die Weltrangliste fortlaufend berechnet wird und nicht wie die Bundesligatabelle einmal im Jahr bei 0 beginnt. Insofern ist meines Erachtens die bedeutendere Rekordmarke, besonders lange ununterbrochen auf Platz 1 zu stehen. Von den drei Jahren, die Jimmy Connors und Ivan Lendl schafften (160 bzw. 157 Wochen), war Sampras (102 Wochen), der immer wieder im Frühling oder Herbst von Andre Agassi und einmal auch von Thomas Muster verdrängt wurde, relativ weit entfernt. Also ist dieser Rekord für ihn kein Thema.

Kurz vor dem Ziel mit den sechs Jahren auf Platz 1 plagten Sampras extreme Versagensängste. Das ist bemerkenswert, denn solche scheint er – anders als sein Rivale Andre – bis dahin praktisch nicht gekannt zu haben. Und das lag wohl nicht daran, dass er – anders als Andre – sowieso davon überzeugt war, der Beste zu sein. Nach seiner nachvollziehbaren Darstellung hat es auch mit seiner Kindheit und Jugend zu tun. Er hatte eben – anders als Andre - keinen Vater, der unbedingt einen Star aus ihm machen wollte. Sam Sampras hatte von Tennis keine Ahnung, bis seine Kinder Stella und Pete mit diesem Sport anfingen und richtig gut wurden. Pete konnte also ruhig mal ein Match verlieren, ohne dass gleich der Haussegen schief hing. Außerdem hatte er einen Jugendtrainer (Pete Fischer, von dem er sich später komplett entfremdete), für den es immer das wichtigste war, dass er gut spielte und nicht, ob er gewann. Sampras sagt, hier liege der Grund dafür, warum er in seiner gesamten Karriere niemals aus Nervosität einen sicheren Sieg aus der Hand gab („I never choked.“). Die andere Seite der Medaille ist: Er musste noch, als er schon ein Weltklassespieler war, lernen, auch bei scheinbar aussichtslosen Rückständen bis zum Äußersten zu kämpfen anstatt sich in die Niederlage zu fügen.

So, nun sind wir die Geschichte von hinten nach vorn durchgegangen, und es gäbe noch sehr viele andere Dinge zu erzählen, zum Beispiel, wie sich das Spiel während Sampras' Karriere veränderte, weil die Schläger größer, die Plätze langsamer, die Bälle schwerer wurden. Außerdem von seinen Trainern, von Tim Gullikson, der 1996 an einem Hirntumor starb, und von dem oben erwähnen Paul Annacone, der seit diesem Sommer Roger Federer trainiert. (Ich bilde mir ein, letzte Woche im Finale von Cincinnati schon Annacones Einfluss gesehen zu haben, aber davon vielleicht demnächst mehr).

In Roger Federer sieht Sampras ohnehin seinen einzigen legitimen Nachfolger. Er erwähnt auch, dass Federer mittlerweile während Wimbledon sich immer dasselbe Haus mietet, in dem zuvor Sampras zu wohnen pflegte. Die Hauseigentümer heißen ausgerechnet Borg. Das wäre eine schöne Idee: Das Borg-Haus als eine Art Iffland-Ring des Herrentennis.




Pete Sampras (Co-Autor Peter Bodo): „A champion's mind“, 306 Seiten, ab elf Euro.

Und hier ein Werbe-Link zum Bestellen:

A Champion's Mind
Die Autobiographie von Pete Sampras

Sonntag, 22. August 2010

Bewährungsstrafe für Köllerer - wegen Wett-Werbung

Eigentlich wollte ich über das Buch von Pete Sampras („A Champion's Mind“) schreiben, aber jetzt hab ich das Buch erst zur Hälfte durch und muss das Vorhaben auf nächsten Sonntag verschieben. Der Beginn der US Open ist dann ja auch ein prima Anlass.

Und was macht man, wenn einem ein Thema wegbricht? Man schreibt über Daniel Köllerer. Mit Crazy Dany ist immer irgendwas los. Diesmal ist unser österreichischer Lieblingstennisrüpel mit einer Bewährungsstrafe belegt worden. Aber nicht etwa wegen irgendwelcher Hasstiraden, sondern weil er auf seiner Internetseite (www.koellerer.cc) Werbung für Sportwetten gemacht hat.

Wenn man diese Webseite aufruft, liest man dort heute noch eine Schote von neulich, vor der ich noch gar nicht berichtet hatte: Köllerer wurde bei einem Challenger in Italien wegen unerlaubten Coachings disqualifiziert. Nach Köllerers eigenen Angaben war alles, was sein Trainer, den er rein zufällig auf Klo getroffen haben will, als er selbst während des Spiels eine Toilettenpause einlegte, sagte: „Kumm, jetzt weida so!“

Aber Köllerer arbeitet nicht nur mit Trainer Markus Egger zusammen, sondern auch mit Manager Manfred Nareyka. An den kann man sich wenden, wenn man einen Schaukampf oder eine Autogrammstunde mit Crazy Dany vereinbaren will. Man kann sich auch an ihn wenden, wenn man auf Köllerers Homepage Werbung schalten will. Genau das tat ein österreichischer Sportwetten-Anbieter, und zwar genau der, der im vergangenen Jahr das ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum sponsern wollte, was die Stadt Hamburg dann unterband.

So erschienen also Anzeigen für Sportwetten auf Köllerers Internetseite, und die „Tennis Integrity Unit“ unter Führung des Weltverbands ITF und Beteiligung der ATP bekam davon Wind: „A Tennis Integrity Unit investigation found that Mr Koellerer’s personal website carried details of betting odds on tennis matches and provided links to allow users to place bets“, heißt es nun in einer Pressemitteilung der ITF. Die Strafe für Köllerer: 15.000 Euro und drei Monate Sperre. Die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zu Köllerers großem Vorteil ist nur davon die Rede, dass er zwei Jahre lang nicht gegen das „Uniform Tennis Anti-Corruption Programme“ verstoßen darf. Auf seine Schimpfereien gegenüber Gegnern, Ballkindern, Linienrichtern und Zuschauern müssen wir also nicht verzichten. Manfred Nareyka droht im Wiederholungsfall sogar ein einjähriges Stadionverbot für alle ATP- und ITF-Turniere.

Ich frage mich, ob man die Sache nicht auch freundlicher hätte regeln können, zum Beispiel mit einem Anruf bei Herrn Nareyka, in dem man ihn darauf hinweist, dass das mit der Wettwerbung keine so gute Idee ist. Die Handynummer steht auf derselben Seite, auf der auch die inkriminierte Werbung war, sollte der Tennis Integrity Unit also bekannt sein: 0043 /699 166 177 00.

Daniel Köllerer und sein Manager hätten allerdings wissen können, dass ITF und ATP hart durchgreifen, wann immer irgendwo ein Spieler mit Sportwetten in Verbindung gebracht wird. Wettmanipulation haben sie bisher keinem Spieler nachweisen können. Köllerer gehört zu denjenigen, deren Namen bei Manipulationsvorwürfen immer wieder genannt werden. Das muss nicht viel heißen, solche Vorwürfe gewinnen schnell eine gewisse Eigendynamik und werden wiederholt, wann immer ein betroffener Spieler ein Match verliert (und die meisten verlieren Woche für Woche, weil ja bei jedem Turnier immer nur einer gewinnen kann). Die Sache mit der Bewährungsstrafe wird Köllerers Reputation gewiss nicht gut tun.

Sonntag, 15. August 2010

Die große Lücke zwischen Andy Roddick und Ryan Harrison

Diese Meldung ist mehr als nur eine Randnotiz wert: Seit Einführung der ATP-Weltrangliste vor 37 Jahren steht seit dem vergangenen Montag erstmals kein US-Amerikaner mehr unter den ersten 10. Andy Roddick ist auf den elften Platz abgerutscht. Es ist der symbolische Höhepunkt für eine Entwicklung, die schon seit vielen Jahren im Gange ist: für den Bedeutungsverlust des US-amerikanischen Profitennis. Beinahe hätte ich geschrieben, für den Niedergang. Aber ich glaube, das wäre nicht ganz zutreffend. Eher scheinen mir die USA wegen des Aufstiegs anderer Tennisnationen ins Hintertreffen zu geraten: Spanien, Russland, Argentinien. Auch Frankreich – immer schon eine bedeutendes Tennisland – bringt mehr Spitzenspieler als in vergangenen Jahrzehnten hervor.

Der letzte US-Einzelsieg bei einem Grand-Slam-Turnier ist sieben Jahre her (Roddick bei den US Open). Das wiederum ist eigentlich kein Drama. In Deutschland warten wir schon doppelt so lange (Boris Becker gewann 1996 die Australian Open).

Der Bedeutungsverlust, den dies für das US-Tennis nach sich zieht, ist dennoch unübersehbar. Andy Roddick auf Platz 11 ist da bloß die Spitze des Eisbergs. In den 1970er und 1980er Jahren waren ein Viertel, zeitweise ein Drittel, der ersten 100 auf der Weltrangliste aus den USA. Heute sind es sechs von 100. Zum Vergleich: Deutschland hat derzeit zehn Top-100-Spieler. Von den 40 Spielern auf der Challenger-Weltrangliste, die ich vor einer Woche gebastelt habe, sind nur zwei aus den USA. Also – vielleicht es doch ein Niedergang und nicht bloß ein Bedeutungsverlust. Nur einer der sechs Top-100-Spielern ist in einem Alter, in dem man davon ausgehen darf, dass er sich in den nächsten Jahren noch steigern wird: der 22-jährige Sam Querrey auf Platz 21. John Isner (25) dürfte mit seinem derzeitigen Platz 19 im Begriff sein, seinen Zenit zu erreichen. Roddick, Mardy Fish, Taylor Dent und Michael Russell haben ihren Zenit überschritten. Drei der vier Wild Cards beim Masters-Turnier von Cincinnati, das an diesem Montag beginnt, gehen an Fish, an James Blake (30 Jahre, Nummer 108) und an Robby Ginepri (27 Jahre, Nummer 118). Nur eine Wild Card geht an ein hoffungsvolles Talent: An Donald Young (21 Jahre, Nummer 104). Von dem Mann hatte man sich in Amerika auch mal mehr versprochen.

Donald Young und Sam Querrey als die Zukunft des US-amerikanischen Tennis. Das ist eine trostlose Vorstellung. Wuchtig aufschlagen und dann von der Grundlinie wuchtige Vorhände übers Netz peitschen. Das ist die Spielweise von Querrey und von Young und von vielen anderen amerikanischen Profis. Bei Querrey liegt die Betonung mehr auf Aufschlag, bei Young mehr auf Vorhand. Ich möchte eine Verallgemeinerung wagen: Den Amerikanern fehlt der Spielwitz, wie ihn früher auf ihre jeweils individuelle Weise Leute wie John McEnroe, Pete Sampras oder auch Michael Chang hatten und wie ihn heute Leute wie Roger Federer, Juan Martin del Potro oder Robin Söderling haben. Vielleicht braucht Amerika einfach neue Trainingskonzepte, um das zu ändern.

Oder das Land braucht einfach einen neuen Helden. Sowas geht, wie wir seit Boris Becker wissen, manchmal schneller als man denkt. Wenn man einen Wimbledonsieger hat (oder im Falle Amerikas vielleicht lieber einen US-Open-Sieger), dann ist die Zahl der sonstigen Top-10- oder Top-100-Spieler erstmal nachrangig. Dann kommt der Tennisboom von ganz alleine. Überschäumende Prognosen sind zwar, wie man am Fall von Donald Young sieht, gefährlich. Aber manchmal muss man sich auch mal in Gefahr begeben, sonst wird’s langweilig. Also: Auf die Ära Nadal/Djokovic/Murray/del Potro könnte die Ära Ryan Harrison folgen. Ryan Harrison kommt aus Louisiana, ist neulich 18 geworden und momentan die Nummer 227. Er ist einer der jüngsten Spieler, die je ein Match auf der ATP-Tour gewonnen haben: 2008 in Housten war er noch 15. Solches haben zuletzt Rafael Nadal und Richard Gasquet geschafft. Ryans Vater Pat, der es selbst seinerzeit bloß auf Weltranglistenplatz 725 schaffte, plant die Karriere seines Sohnes zwar mit viel Ehrgeiz und Nachdruck, aber offenbar auch mit Umsicht: Nach Ryans Sieg über Pablo Cuevas in Houston organisierte Pat seinem Sohn keine Zirkuspferd-Wild-Cards, sondern ließ ihn kleine Future-Turniere spielen und hielt ihn auch mal monatelang ganz vom Profizirkus fern. Im Mai 2009 schaffte Ryan dann in Florida sein erstes Challenger-Viertelfinale, indem er unter anderem Taylor Dent schlug, also einen der aktuellen großen 6 des US-Tennis. Beim Masters von Indian Wells in diesem Frühjahr schlug er Dent gleich nochmal. Sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour folgte in diesem Sommer in Newport (Rhode Island). Natürlich hat er oft auch gegen namenlose Leute verloren, aber das ist normal in seinem Alter. Leute, die mit 17 schon Wimbledon gewinnen, gibt es schon lange nicht mehr. Dann hat Ryan auch noch einen kleinen Bruder namens Christian. Aber zu dem wage ich trotz aller Lust an der Gefahr keine Prognose.

Sonntag, 8. August 2010

Pere Riba, der Challengerkönig

Alemannia Aachen führt mit 1402 Punkten vor Fortuna Köln (1376) und den Stuttgarter Kickers (1264). Auf Seite 192 des Kicker-Sonderheftes für die Bundesliga-Saison 2010/2011 steht die ewige Tabelle der Zweiten Liga. Als ich sie sah, erinnerte ich mich daran, dass ich schon lange mal eine im weitesten Sinne vergleichbare Tennis-Tabelle sehen wollte: Eine Challenger-Weltrangliste. Eine Rangliste also, die Aufschluss darüber gibt, welche Spieler in der zweiten Liga des Profizirkus am erfolgreichsten sind. Keine Rangliste über 36 Jahre (das darf jemand anders ausrechnen), sondern – wie die echte Weltrangliste – eine, die die Ergebnisse der letzten 52 Wochen berücksichtigt. Genau wie bei der ewigen Zweitligatabelle darf man, wenn man oben mitspielen will, nicht zu gut sein. Denn sonst entschwindet man ja ganz fix in höhere Sphären und kann keine Punkte mehr machen.

Ich war drauf und dran, mein Vorhaben, eine solche Rangliste zu erstellen, sofort wieder zu verwerfen. Es gibt rund 150 Challenger-Turniere im Jahr, an jedem nehmen 32 Spieler teil. Insgesamt macht das um die 4600 Matches, die ich auswerten müsste. Aber dann begriff ich, dass es natürlich viel einfacher geht. Ich brauche ja keine komplette Liste, es reicht war, wenn die besten 40 oder 50 Spieler draufstehen. Das war eine Sache von anderthalb Stunden oder so (ich hab die Zeit nicht gestoppt). Die ATP hat auf ihrer Webseite die praktische Einrichtung des „Points Breakdown“. Für jeden Spieler lässt sich eine Auflistung anklicken, bei welchem Turnier er in den vergangenen zwölf Monaten wie viele Punkte gemacht hat. Dieser „Points Breakdown“ ist sogar so gut sortiert, dass man auf den ersten Blick die Challengers von den ganz großen Turnieren unterscheiden kann.

Ich habe nur Spieler berücksichtigt, die auf Challengern mindestens 300 Punkte gemacht haben. (Für einen Turniersieg in dieser Kategorie gibt es zwischen 75 und 125 Punkte). Also konnte ich von vornherein alle Spieler insgesamt mit weniger als 300 Weltranglistenpunkten (also von Platz 160 abwärts) vernachlässigen. Spitzenspieler, die nie auf Challengern spielen, konnte ich natürlich auch vernachlässigen.

Das hier ist die aktuelle Challenger-Rangliste, die dabei herauskam:
(Wie in der echten Rangliste habe ich die 18 besten Ergebnisse gewertert. In Klammern die Platzierung auf der echten Weltrangliste. Die letzte Zahl ist die Zahl der gespielte Challengers.)

1.(75) Pere Riba (Spanien) 554 25
2.(90) Ruben Ramirez-Hidalgo (Spanien) 485 22
3.(45) Alexander Dolgopolow (Ukraine) 481 13
4.(101) Carlos Berlocq (Argentinien) 468 23
5.(87) Michal Przysiezny (Polen) 456 13
6.(58) Santiago Giraldo (Kolumbien) 446 13
7.(99) Dustin Brown (Jamaika) 426 26
8.(57) Eduardo Schwank (Argentinien) 421 14
9.(91) Brian Dabul (Argentinien) 419 18
10.(85) Tobias Kamke (Deutschland) 419 23
11.(122) Federico del Bonis (Argentinien) 415 15
12.(74) Daniel Brands (Deutschland) 414 16
13.(102) Paolo Lorenzi (Italien) 412 19
14.(112) Go Soeda (Japan) 406 17
15.(89) Michail Kukuschkin (Kasachstan) 403 17
16.(123) Adrian Ungur (Rumänien) 401 26
17.(42) Florian Mayer (Deutschland) 387 9
18.(104) Filippo Volandri (Italien) 384 21
19.(108) Karol Beck (Slowakei) 381 13
20.(88) Ricardo Mello (Brasilien) 373 11
21.(100) Donald Young (USA) 373 13
22.(142) Denis Gremelmayr (Deutschland) 357 11
23.(46) Thiemo de Bakker (Niederlande) 350 8
24.(134) Stephane Bohli (Schweiz) 350 17
25.(81) Frederico Gil (Portugal) 348 12
26.(113) Pablo Andujar (Spanien) 340 21
27.(76) Stephane Robert (Frankreich) 338 9
28.(44) Lu Yen-Hsun (Taiwan) 336 8
29.(143) Carlos Salamanca (Kolumbien) 335 16
30.(65) Daniel Gimeno-Traver (Spanien) 331 8
31.(110) Steve Darcis (Belgien) 331 14
32.(121) Robin Haase (Niederlande) 328 11
33.(138) Albert Ramos-Vinolas (Spanien) 327 24
34.(47) Michael Berrer (Deutschland) 321 8
35.(48) Juan Ignacio Chela (Argentinien) 315 9
36.(125) Rui Machado (Portugal) 313 18
37.(59) Jarkko Nieminen (Finnland) 308 8
38.(128) Grega Zemlja (Slowenien) 307 24
39.(80) Michael Russell (USA) 306 10
40.(37) Andrei Golubew (Kasachstan) 301 7


Der 22-jährige Vielspieler
Pere Riba aus Barcelona ist der unangefochtene Challengerkönig. Er gewann in Bytom (Polen), Barletta (Italien) und Sevilla, stand in Florianopolis (Brasilien) und Brasov (Rumänien) im Endspiel und erreichte vier weitere Halbfinals und fünf Viertelfinals.

Wie man sieht, sind die Deutschen ganz gut vertreten. Drei Spieler unter den ersten 20. Und eigentlich können wir den Ranglistenneunten auch noch mitzählen, den in Celle geborenen und in Hannover wohnhaften Jamaikaner
Dustin Brown.

Es ist eine sehr bunte Liste, finde ich. Vorne weg ein paar aufstrebende Spieler wie Santiago Giraldo oder Alexander Dolgopolow, die bald Boden verlieren werden, weil sie sich auf der großen ATP-Tour durchsetzen dürften oder schon durchgesetzt haben. Aber gleichauf mit ihnen sind auch Altmeister wie Ruben Ramirez-Hidalgo oder Carlos Berlocq. Besonders zu beachten ist die Nummer 11, Federico del Bonis (19) aus Argeninien, der hat sich in letzter Zeit stark verbessert. Das ewige US-Wunderkind Donald Young steht auch gar nicht so schlecht da. Und natürlich Florian Mayer, der eigentlich viel zu gut für die zweite Liga ist, aber einfach gerne dann und wann abseits der großen Scheinwerfer spielt. Ein Deutscher, mit dem ich auf dieser Liste fest gerechnet hatte, fehlt übrigens: Björn Phau, die Nummer 94 der echten Weltrangliste. Er hat eine Großteil seiner Punkte mit zweiten Runden und erfolgreichen Qualifikationen auf den größeren ATP-250-Turnieren gemacht.

Sonntag, 1. August 2010

Juli 1985: „Becker am Abgrund“

Mit dieser Schlagzeile fängt er an, der Monat vor genau 25 Jahren, in dem Deutschland zur Tennisnation wurde: „Becker am Abgrund – Maurer im Höhenrausch“ lautet die Überschrift vom 1. Juli 1985 in einem norddeutschen Regionalblatt. Zufällig bekam ich neulich diese alte Zeitung in die Hände, und die restlichen Ausgaben aus dem Juli 85 gleich mit. Hier lässt sich wunderbar nachvollziehen, wie innerhalb weniger Tage eine Randsportart in Zentrum der Medienaufmerksamkeit rückte, dachte ich mir – und blätterte.

Erkenntnis Nummer 1: Schon vor Boris Beckers Wimbledonsieg nahm die Berichterstattung über Wimbledon mehr Raum ein, als sie es heute tut. Während die Bundesliga in der Sommerpause war, bekamen die Erfolge von Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf im Intertoto-Cup nur einen kleinen Zweispalter. Allein das Foto von Andreas Maurer, der gerade gegen Johan Kriek gewonnen hatte, war größer als die gesamte Fußballberichterstattung. Der Artikel dazu, der beginnt dann allerdings doch mit Boris Becker und mit einer treffenden Vorahnung des dpa-Korrespondenten: „Vor dem durchaus möglichen Abheben in neue Dimensionen des Tennissports blickte Boris Becker erst einmal in den Abgrund der Niederlage. Um den Einzug ins Achtelfinale musste er gegen den Schweden Joakim Nyström den ersten Satz mit 3:6 abgeben.“ Nachdem Boris den zweiten Satz im Tiebreak gewann, wurde das Match wegen Dunkelheit abgebrochen. Der Korrespondent sparte mit Optimismus: „Als möglicher Sieger war der 17 Jahre alte Leimener bis dahin nicht auszumachen.“

Der Wirbel um Boris Becker war schon eine Woche vor seinem Triumph riesengroß. Das ist einem Zitat von Andreas Maurer zu entnehmen: „Traurig stimmte mich schon, dass sich das öffentliche Interesse in Deutschland fast ausschließlich auf Becker konzentriert. Zu meinen Spielen kam fast niemand, auch kein deutscher Journalist.“

Am Dienstag, 2. Juli, finden wir dann statt eines dreispaltigen Maurer-Bilds ein zweispaltiges von Boris Becker. „Boris Becker steht im Wimbledon-Achtelfinale“ lautet die schlichte Überschrift. Der erste Testspiel-Auftritt von Neuzugang Horst Hrubesch bei Borussia Dortmund nimmt allerdings genauso viel Raum ein wie Beckers Fünfsatz-Erfolg gegen Nyström. Der letzte Absatz im Wimbledon-Artikel lautet: „Das leichte 6:2, 6:3 der 16 Jahre alten Heidelbergerin Steffi Graf gegen das ein Jahr jüngere US-Girl Stephanie Rehe wurde lediglich registriert.“

Am Mittwoch, 3. Juli 1985, finden wir schon wieder einen Boris-Zweispalter samt zweispaltigem Foto (diesmal mit echtem Becker-Hecht): „Fünfsatz-Sieg gegen Mayotte“ lautet die Schlagzeile. „Boris Becker war mit seinem zweiten Tenniskrimi binnen weniger als 24 Stunden erneut der Held an der Church Road“, beginnt der Text.

Am nächsten Tag dominiert Boris erstmals die Sportseiten und drängt die DFB-Pokal-Auslosung (HSV gegen Bochum) an den Rand. Boris ist „jüngster Halbfinalist aller Zeiten“, und erstmals wird andeutungsweise diskutiert, das Boris das Turnier gewinnen könnte. Man zitiert den englischen „Guardian“ mit dem Satz: „Boris Becker hat sich zum Herausforderer von McEnroe erhoben.“ John McEnroe allerdings ist ausgeschieden.

Dass es für den 17-jährigen Leimener nun um den Titel geht, wird am Freitag, 5. Juli, deutlich: „Boris Becker jetzt bei den Buchmachern Favorit Nr. 1“. Eine nicht ganz unwichtige Nachricht findet sich darunter in einem Infokasten: „Becker – Jarryd live im Fernsehen“. Die ARD hat sogar angekündigt, die Halbfinalübertragung gegebenenfalls über 19 Uhr hinaus zu verlängern.

Das Spiel gegen Anders Järryd wurde dann wegen Dunkelheit abgebrochen, und am Sonnabend, 6. Juli, ist deshalb Zeit für ein paar Impressionen aus der Heimat: „Seit Jahren hat es nicht einen einzigen Sportler in Deutschland gegeben, mit dem sich die Massen so identifizieren. Und es ist nicht mal ,Kaiser Franz’ und sein Fußball. Und vor allem ist es nicht der ,Albatros’. Michael Groß ist halt nur ein Schwimmer.“ Und: „Das Boris-Gerede hört man auch von denjenigen, die bis heute nicht wissen, was ein ,As’ ist.“ Übrigens gibt man sich in Deutschland überzeugt: „Wir schaffen es bis ins Endspiel.“

Nun, bekanntlich schafften wir es nicht nur bis ins Endspiel. In der Montagausgabe vom 8. Juli 1985 waren wir Wimbledonsieger. Und erstmals räumt die hier zitierte Regionalzeitung dafür sogar ihre Titelseite frei. Die Titelseite war in der vorherigen Woche ausschließlich für Dinge reserviert wie die Arbeitslosenzahlen oder Verhandlungen zwischen Bonn und Ost-Berlin. Jetzt reckt dort Boris den Pokal in die Luft, und daneben steht: „Boris Becker schrieb Sportgeschichte“. Coach Günther Bosch weinte Freudentränen und prophezeite einen Tennisboom in Deutschland, „der sich sicherlich auch in der Leistungsstärke niederschlägt.“ Bundespräsident Richard von Weizsäcker schickte Becker ein Telegramm: „Sie haben für die große Überraschung dieses Sommers gesorgt. Wir haben alle Ihre Spiele in den letzten Tagen mit Begeisterung verfolgt und haben beim Höhepunkt des Turniers unseren Atem angehalten. Ich bewundere die Ruhe, mit der Sie sich durchzusetzen gewusst haben, und ich beglückwünsche Sie zu Ihrem großartigen Sieg und Ihrer sportlichen Einstellung.“ (Das Telegraphieren war vor meiner Zeit, aber irgendwie dachte ich immer, Telegramm wären kürzer als dies. Für eine SMS wären das zu viele Zeichen gewesen.)

Am Dienstag, 9. Juli, dominiert Boris weiter die Sportseite. Er findet, McEnroe sei weiterhin die legitime Nummer 1. Aufregung gibt es um Ion Tiriacs Verdikt, dass Becker jetzt erstmal nach Hause nach Monte Carlo fahren werde anstatt sich in Leimen feiern zu lassen.

Die Ausgabe vom Mittwoch, 10. Juli, musste ich mir zwei Mal ansehen, aber tatsächlich: Kein Wort von Boris. Stattdessen Fecht-WM mit Bundestrainer Emil Beck und Tour de France mit Bernard Hinault. Am Donnerstag sind dafür die Fotos von den Tennis-Bezirksmeisterschaften umso größer. Es gewann Lars Pasch. Unterdessen müssen die Fußball-Bundesligisten ihre Etats gesundschrumpfen. Sie planen mit einem Zuschauerschnitt von 19.000.

Wenig später kommt Boris dann doch noch nach Deutschland: 15.000 Menschen strömen zur triumphalen Begrüßung in Leimen, lesen wir am Sonnabend, 13. Juli. Manager Tiriac plant jetzt einen Schaukampf zwischen seinem Schützling und Ivan Lendl in Berlin.

Am Montag, 15. Juli, zeigt sich, dass Andreas Maurer sich möglicherweise nicht ganz zu Unrecht beklagt hat. Die ganze Woche über lasen wir auf den Sportseiten kein einziges Tennis-Ergebnis. Weil man ja auch nicht im Internet nachgucken konnte, wusste vermutlich kaum jemand in Deutschland, dass Maurer sich gleich nach Wimbledon ins Endspiel des ATP-Turniers (oder, damals hieß es wohl noch Grand-Prix-Turnier) von Gstaad in der Schweiz gespielt hatte. Nun lesen wir eine 15-Zeilen-Meldung, von denen sich acht Zeilen mit dem bevorstehenden Davis-Cup mit Boris befassen, dass Maurer das Finale gegen Joakim Nyström verloren hat.

Es folgt eine Woche ganz ohne Tennismeldungen. Erst am nächsten Montag, 22. Juli, heißt es: „Deutsche Tennisspieler im Aufwind“. Ein Zweispalter über die Halbfinalteilnahmen von Damir Keretic in Bastad, Eva Pfaff in Newport und Petra Keppeler in Bregenz.

Erst als Boris wieder selber zum Schläger greift, wird von der Anfangsphase eines Turniers berichtet: In Indianapolis wehrte Becker sechs Matchbälle gegen Mikael Pernfors ab, erfahren wir am Donnerstag, 25. Juli. Wenn Boris mitmacht, haben plötzlich auch die Ergebnisse der anderen deutschen Profis Nachrichtenwert: Hansjörg Schwaier erreichte mit einem 6:2, 7:5 gegen Pedro Rebolledo (Chile) das Achtelfinale, während Wolfgang Popp mit 4:6, 6:0, 2:6 an Hans Gildemeister (ebenfalls Chile) scheiterte. Als Schwaier einen Tag später das Viertelfinale erreichte, belohnte man ihn in der Sportredaktion dafür mit einer dicken Überschrift.

Am Montag, 29. Juli, müssen wir erstmals von einer Niederlage Beckers erfahren: „Die Sympathien galten dennoch Boris Becker“, lautet die versöhnliche Überschrift nach seinem Halbfinal-Aus gegen Ivan Lendl in Indianapolis.

Zum Schluss noch mal Andreas Maurer. Am Mittwoch, 31. Juli, heißt es: „Maurer wehrt sich energisch gegen die Unterstellung, er könnte neidisch auf den Erfolg des zehn Jahre jüngeren Boris Becker sein. ,Wer neidisch ist, den kann ich nicht verstehen. Etwas besseres ist dem deutschen Tennis – und auch den deutschen Tennisprofis – seit zehn Jahren nicht passiert. Von allen, die nach Boris kommen, wird nun der Druck genommen.'“

Beliebte Posts

Impressum

Ove Jensen, Schleswig zackstennis@web.de