Donnerstag, 10. Januar 2013

Grigor Dimitrow, Maria Scharapowa und ein paar andere Klatschgeschichten

Es ist an der Zeit, sich näher mit dem 21-jährigen Bulgaren Grigor Dimitrow zu beschäftigen. Er gilt schon lange als ein kommender Star. Als er 17 war, sagte sein damaliger Trainer Peter Lundgren, Dimitrow sei „besser als Federer in dessen Alter“, und Lundgren ist immerhin ein ehemaliger Federer-Trainer. Seither ist es en vogue, Dimitrow mit Federer zu vergleichen – und vor allem darauf hinzuweisen, dass beide die Rückhand einhändig schlagen.

Den ganz großen Durchbruch indes hat Grigor Dimitrow noch nicht geschafft. Bisher hat er noch kein ATP-Turnier gewinnen können. Immerhin erreichte er letzte Woche in Brisbane sein erstes Finale (und verlor gegen Andy Murray). Das beförderte ihn auf Platz 41 der Weltrangliste. Große Schlagzeilen hat er damit nicht gemacht. Die macht er im Moment mit etwas anderem: Er wird neuerdings auffällig häufig an der Seite von Maria Scharapowa gesehen, freilich ohne dass es bisher offizielle Informationen dazu gäbe, dass das irgendwas zu bedeuten habe.

Wer jetzt denkt, der ist doch viel zu jung für die, kann ein bisschen beruhigt werden. Der Altersunterschied beträgt lediglich vier Jahre. Er fühlt sich nur viel größer an, weil Maria Scharapowa schon 2004 zum ersten Mal Wimbledon gewann und damit mindestens zehn Jahre vor Dimitrow. Im vergangenen Jahr indes wurde Dimitrow kurzzeitig mit Serena Williams in Verbindung gebracht. Da beträgt der Altersunterschied tatsächlich zehn Jahre. Er hat bei der Partnerwahl also anscheinend eine Faible für Tennisspielerinnen. Auch darin ähnelt er Roger Federer, auch wenn dessen Frau Mirka auf der Weltrangliste nicht über Platz 76 hinauskam.

Wo wir schon dabei sind, driften wir thematisch mal gleich komplett in den Yellow-Press-Bereich ab. Ich habe versucht zusammenzustellen, welche Spielerpärchen es überhaupt auf der Tennistour gibt und gab. Ich bin nicht wirklich gut in solchen Klatschgeschichten, und sich die Paare zusammenzugoogeln, ist ein mühsames Geschäft. Die Liste ist also garantiert unvollständig. Für weiterführende Hinweise bin ich dankbar.

Vier Ehepaare sind mir eingefallen.

Das bekannteste besteht aus Steffi Graf und Andre Agassi.

Dann die bereits erwähnten Mirka Vavrinec-Federer und Roger Federer.

Erst vor wenigen Wochen heirateten Iveta Benesova (Tschechien, aktuell Nr. 102) und Jürgen Melzer (Österreich, Nr. 29).

Schon seit 2010 sind die Tschechen Radek Stepanek (aktuell Nr. 34) und Nicole Vaidisova (ehemals Nr. 7) verheiratet.

Auffällig ist, dass es bestimmte Tennisprofis immer wieder zu Ihresgleichen zieht. Stepanek war, bevor er Nicole Vaidisova heiratete, mit Martina Hingis zusammen. Melzer hatte verschiedene Amouren mit Spielerinnen, die ich nicht mehr vollständig zusammenbekomme. Steffi Graf war vor Urzeiten mal mit Alexander Mronz liiert, einem ehemaligen Weltranglisten-73. und Bruder von Guido Westerwelles Mann Michael Mronz.

Als aktuelles Paar fällt mir noch eine weitere tschechische Verbindung zwischen Petra Kvitova (Tschechien), der Wimbledonsiegerin von 2011, und Adam Pavlasek ein. Die Sache lief in den Klatschspalten anfangs unter dem Label „verbotene Liebe“, obwohl sie gar nicht verboten war, weil Pavlasek immerhin schon 16 war, als er erstmals an der Seite der seinerzeit 21-jährigen Kvitova auftauchte. Inzwischen ist der Junge 18 Jahre alt und hat es auf der Rangliste immerhin schon auf Platz 477 gebracht.

Zwischen der Weltranglisten-Ersten Viktoria Azarenka (Weißrussland) und dem Stabhochspringer-Sprössling Sergei Bubka jr. (Ukraine, Nr. 192) soll ja mittlerweile wieder aus sein.

Definitiv geschieden sind Jarmila Gajdosova (ehemals Slowakei, jetzt Australien, Nr. 167) und Samuel Groth (Australien, Nr. 200).

Fast vergessen ist die Verbindung zweier Nummer Einsen, Kim Clijsters und Lleyton Hewitt. Sie trennten sich 2004.

Noch viel länger her ist, dass Chris Evert während ihrer aktiven Zeit mal eine Weile Chris Evert-Lloyd hieß, weil sie mit dem Engländer John Lloyd, einer ehemaligen Nr. 21, verheiratet war.

Und dann meine ich mich noch zu erinnern, dass es mal ein ganz anmutiges Pärchen gab, das aus Ann de Vries (Belgien) und Magnus Gustafsson (Schweden) bestand.

Nachtrag Nr. 1: Die österreichische Eurosport-Ikone Barbara Schett ist mit dem früheren australischen Doppelspezialisten Joshua Eagle verheiratet. (Danke an Mahqz für den Hinweis)

Nachtrag Nr. 2: Das fiel mir beim Stichwort Doppelspezialist ein: Robert Seguso (USA), weltbester Doppelspieler der späten 80er, ist seit 1987 mit der Kanadierin Carling Bassett, einst die Nr. 8 im Einzel, verheiratet.

Kommentare:

Mahqz hat gesagt…

Barbara Schett hat doch letztens auch irgendwen aus der Branche geheiratet, oder?

Zack hat gesagt…

Hab grad mal nachgesehen. Einen gewissen Joshua Eagle, ein Doppelspezialist aus Australien, der 2001 mal ein gutes Jahr hatte und sonst nie weiter auffiel.

Anonym hat gesagt…

berdych & safarova? :)

Beliebte Posts

Impressum

Ove Jensen, Schleswig zackstennis@web.de